Uns ist wichtig, richtig gute Lösungen zu finden, so dass Lernen und pädagogische Arbeit mit Freude gelingt.
Folgend Themen, auf die wir oft angesprochen werden:
Motivationen und Bedürfnisse, die sich gegenseitig ausschließen, sind ein immanenter Teil von Gruppen. Wenn die Anwesenheit z.B. in Bildungsräumen, vertraglich oder gesetzlich definiert ist, wächst allein dadurch Stress. Den Raum als begrenzenden Faktor entsprechend Bedürfnissen zu entwickeln ist daher erste Wahl, um Stress und Lärm im grünen Bereich zu halten.
Gute Bildungseinrichtungen wissen das und bilden daher auch ihre Räume – die 3. Pädagogen* - regelmäßig bei uns weiter ;)
Kinder verbringen zunehmend mehr Zeit in KiTa, Schule und Hort. Bedürfnisse, die früher am Nachmittag ausgelebt wurden, finden nach 17Uhr kaum mehr Freiräume. Die 3. Pädagogen müssen heute also jeden Tag länger arbeiten, Qualitativ höhere Ergebnisse erreichen und mehr unterschiedliche Bedürfnisse von größerer Intensität auffangen.
Interessenskonflikte sind Hauptursache von belastendem Stress und Lärm in KiTas und Schulen. Akkustikelemente verbessern zwar bei schallharten Räumen das Hörverständnis von 1. Pädagogen, den Kindern und den 2. Pädagogen, den Lehrern, lösen aber nicht das Grundproblem unterschiedlicher Bedürfnisse. Disziplinierung zur Reduktion von Konflikten ist ein klassischer, anstrengender Weg, der nur von den 1. und 2. Pädagogen begangen werden kann und der bei den steigenden Anforderungen zunehmend steiniger wird.
Bedürfnissen buchstäblich Raum zu geben, bringt dagegen auch den 3. Pädagogen mit ein und eröffnet Möglichkeiten, darin enthaltene Energien produktiv zu nutzen.
Weil ich das kann!
Raum für persönliche Entwicklung zu sehen, sich zu nehmen, zu gestalten und zu haben ist eine Grundvoraussetzung für positives Gelingen. Das gilt für Kinder wie Erwachsene. Die Erfahrung, Bedürfnisse befriedigen und Ziele erreichen zu können ist Basis einer positiven Selbstwirksamkeit und damit Basis eines zufriedenen Lebens.
Nichts weniger.
* Nach Loris Malaguzzi sind die Kinder selbst und ihre sozialen Beziehungen untereinander die 1. Pädagogen, LehrerInnen und ErzieherInnnen, als die Gestalter der Lernaufgaben und der Beziehungskultur die 2. und Bildungsräume und Lebensräume die 3. Pädagogen.
